Video · 5:28 Min.

Sanierungsfahrplan (iSFP): Kosten, Nutzen und Förderung

Das Video erklärt, wie der individuelle Sanierungsfahrplan die förderfähigen Kosten erhöht, welchen Bonus er bringt und was beim Heizungstausch gilt.

Für: Hauseigentümer in Bremen und Bremerhaven · Veröffentlicht am 15. September 2026

Kapitel

  1. 0:00 Warum sich der Plan lohnt
  2. 0:59 Kosten und BAFA-Zuschuss
  3. 1:38 Der 5-Prozent-Bonus
  4. 2:30 Ausnahme beim Heizungstausch
  5. 3:01 Risiko ohne Gesamtplan
  6. 4:05 15 Jahre gültig
  7. 4:22 Die drei Schritte zum Plan
  8. 5:09 Fazit
Individueller Sanierungsfahrplan iSFP

Transkript

2.500 Euro für einen Stapel Papier, bevor überhaupt ein einziger Handwerker den Fuß ins Haus gesetzt hat, klingt im ersten Moment nach absolutem Wahnsinn, oder? Warum sollte man so viel Geld einfach vorab verbrennen?

Die Antwort ist simpel, weil genau dieser Stapel Papier der mächtigste finanzielle Hebel ist, den Sie als Immobilienbesitzer haben. Da kommt natürlich sofort der Reflex, Moment mal, 2.500 Euro für so einen sogenannten Sanierungsfahrplan?

Ich will mein Haus sanieren und keine Romanreihe lesen. Das ist doch reine Geldverschwendung und pure Bürokratie. Ganz klares Nein. Dieser Plan kostet Sie nämlich keine Tausende von Euro, er bringt sie Ihnen ein.

Er verdoppelt ganz offiziell Ihre förderfähigen Kosten auf satte 60.000 Euro pro Wohneinheit. Ohne dieses unscheinbare Dokument bleiben Sie einfach mal exakt auf der Hälfte sitzen.

Die harte Mathematik der Förderungen, lassen Sie uns das mal ganz konkret durchrechnen. Jetzt fragen Sie sich sicher, schön und gut für riesige Wohnanlagen, aber lohnt sich dieser ganze Aufwand überhaupt für mein normales Einfamilienhaus?

Da fressen die Vorabkosten doch sofort jeden Nutzen wieder auf. Dieses Argument fällt sofort in sich zusammen, wenn wir auf die Zahlen schauen. Das BAFA übernimmt nämlich 50% der Kosten für diesen Plan, bei einem Einfamilienhaus ist der Zuschuss auf 650 Euro gedeckelt.

Das heißt für Sie, Ihr echter Eigenanteil liegt bei exakt 1850 Euro. Bei einem Mehrfamilienhaus sind es 2650 Euro. Das ist eine kleine Investition, die sich durch die optimierte Förderung praktisch sofort wieder einspielt.

Der Hebel für mehr Geld. Und genauso schalten Sie diese zusätzlichen Mittel frei. Das wirklich entscheidende Detail hier ist eine einzige Zahl. Die 5. Allein die Tatsache, dass Sie diesen Plan in der Schublade liegen haben, garantiert Ihnen automatisch 5% mehr Förderung auf einzelne Effizienzmaßnahmen am Gebäude.

Machen wir es konkret. Dämmen Sie Ihre Fassade ohne den Fahrplan, winken Ihnen 15% Zuschuss. Haben Sie den sogenannten ISFP aber vorliegen, springt die Förderung für exakt dieselbe Maßnahme sofort auf 20% hoch.

Da reden wir richtig schnell über tausende Euro Differenz für haargenau dieselbe Handwerkerleistung. Da leuchten jetzt die Augen und man denkt sich schnell, perfekt.

Wenn ich jetzt also meine uralte Ölheizung rauswerfe und eine teure Wärmepumpe einbaue, dann kassiere ich diesen fetten 5%-Bonus da auch noch ganz entspannt obendrauf.

Halt, Stopp! Genau hier machen nämlich wahnsinnig viele Eigentümer einen extrem teuren Fehler. Dieser 5%-Bonus gilt ausdrücklich nicht für den Heizungstausch. Seit 2024 läuft der Heizungstausch separat über das KfW-Programm 458.

Da gibt es zwar eigene Boni, aber diesen ISFP-Bonus können Sie dafür nicht ansetzen. Wer das nicht auf dem Schirm hat, kalkuliert seine ganze Finanzierung komplett gegen die Wand.

Teure Fehler ohne systematische Planung. Und das bringt uns direkt zum größten Risiko bei der ganzen Sache. Oft hört man ja, wozu brauche ich einen riesigen Gesamtplan?

Meine Heizung ist kaputt. Ich brauche einfach sofort wieder eine warme Bude. Einzelne Reparaturen gehen viel schneller und sind unterm Strich doch viel billiger.

Schneller? Ja, vielleicht. Billiger? Auf gar keinen Fall. Stellen Sie sich mal diese typische Kettenreaktion vor. Sie bauen eine brandneue, extrem leistungsstarke Heizung ein.

Zwei Jahre später dämmen Sie dann das Haus. Und plötzlich? Ist Ihre teure neue Heizung völlig überdimensioniert, läuft extrem ineffizient und verschleißt viel zu schnell.

Die Folge sind eine falsche Reihenfolge massenhaft verpasste Fördergelder und Maßnahmen, die absolut nicht aufeinander abgestimmt sind. Ohne den ISFP endet eine Sanierung fast immer in einem chaotischen Stückwerk voller zufälliger Ergebnisse und verbrannten Geld.

Mit dem Plan hingegen haben Sie ein durchdachtes System. Die Maßnahmen bauen logisch aufeinander auf, die Reihenfolge sitzt perfekt und die Förderung wird wirklich bis auf den allerletzten Cent ausgereizt.

Und das Beste daran, der zeitliche Druck ist völlig raus. Dieser Plan zwingt Sie nämlich überhaupt nicht dazu, morgen sofort das halbe Haus abzureißen. Er bleibt volle 15 Jahre gültig.

Sie sichern sich also die Boni von heute und setzen die Maßnahmen dann ganz entspannt in Ihrem eigenen Tempo um. Ihre nächsten drei konkreten Schritte. Wie kommen Sie jetzt also an diesen Plan, ohne in Bürokratie zu ersticken?

Es sind eigentlich nur drei simple Etappen. Schritt 1. Ein kurzes Erstgespräch, um Ihre konkrete Förderfähigkeit zu checken. Schritt 2. Die Beratung direkt bei Ihnen vor Ort am Gebäude.

Das dauert etwa zwei bis vier Stunden und da wird unter anderem auch eine detaillierte Wärmebildaufnahme gemacht. Und Schritt 3. Die Berechnung und Konzepterstellung durch den Experten.

Nach gut zwei bis vier Wochen haben Sie Ihren fertigen, maximal förderoptimierten Fahrplan dann auf dem Tisch. Wenn Ihr Gebäude im Raum Bremen steht, ist Stefan Großer von Energiepass Bremen genau Ihr Ansprechpartner.

Unter der 0421 6689 4123 können Sie diesen Prozess direkt ins Rollen bringen. Ganz ehrlich, die Frage ist doch am Ende nicht, ob Sie 1850 Euro für einen professionellen Masterplan investieren sollten.

Die wahre Frage ist, können Sie es sich bei den heutigen Baupreisen ernsthaft leisten, komplett planlos zu sanieren und dabei zehntausende Euro einfach so aus dem Fenster zu werfen?

Untertitelung des ZDF für funk, 2017

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